Intraday-Drawdown bedeutet, dass der Floor einer Challenge jedem neuen Höchststand deines Kontos sofort folgt, oft inklusive offener Positionen. Das unterscheidet sich fundamental vom End-of-Day-Drawdown, bei dem nur der Schlussstand zählt. Für Teilnehmer an Prop-Firm-Challenges entscheidet genau diese Definition, ob ein kurzer Rücksetzer mitten im Handelstag harmlos bleibt oder die Challenge sofort beendet.
Kurz gesagt:
Bei einer untertägigen Nachziehregel kann auch ein offener Gewinn den Höchststand und damit die Mindestgrenze anheben; spätere Verluste senken diese Grenze nicht.
Für die Berechnung brauchst du Kontostand, Eigenkapital einschließlich offener Positionen und bisherigen Grenzwert; maßgeblich ist, ob der Anbieter unrealisierte Gewinne berücksichtigt.
Auszahlungen können den Grenzwert einfrieren, zurücksetzen oder neu berechnen; prüfe deshalb vor jedem Auszahlungsantrag die Anbieterregeln zu Auszahlungen und realisierten Gewinnen.
Dokumentiere jeden neuen Eigenkapitalhöchststand samt Uhrzeit; beim Tagesendmodell zählt dagegen der Schlussstand, sodass ein Zwischenhoch allein die Mindestgrenze nicht verschiebt.
Inhaltsverzeichnis
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Intraday Trailing Drawdown: Laufende Floor-Bewegung und Berechnung
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Wie Payouts und Kontobewegungen mit dem Drawdown zusammenhängen
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Beispielrechnungen: Schritt-für-Schritt-Berechnung für den Intraday-Drawdown
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Autorenperspektive: Was Challenge-Teilnehmer wirklich beachten sollten
Was Drawdown bei Prop-Firmen bedeutet
Drei Begriffe tauchen in jeder Drawdown-Regel auf, und wer sie durcheinanderbringt, verliert schnell den Überblick über die eigene Challenge. Der Floor ist die Schwelle, unter die dein Kontostand niemals fallen darf. Der Drawdown selbst ist der Abstand zwischen diesem Floor und deiner aktuellen Balance. Room Left beschreibt den Puffer, der dir noch bleibt, bevor der Floor erreicht ist.
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Floor: die Linie, die bei Unterschreitung die Evaluation oder das Live-Konto beendet
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Drawdown: die Differenz zwischen aktuellem Kontostand und Floor
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Room Left: der verbleibende Spielraum, den du vor einem Verstoß noch hast
Ein Beispiel verdeutlicht das: Startet ein Konto mit einer bestimmten Balance und einem festgelegten Drawdown-Limit, liegt der initiale Floor entsprechend unter der Startbalance. Steigt die Balance, verschiebt sich je nach Regelwerk auch der Room Left, und genau diese Mechanik unterscheidet die einzelnen Modelle, die wir im Folgenden durchgehen.
Statischer Drawdown: Das fixe Limit einfach erklärt
Beim statischen Drawdown bleibt der Floor fix, ganz gleich, wie hoch die Balance später steigt. Nur Gewinne erweitern dein verfügbares Kapital, der Mindestabstand selbst wandert nicht mit nach oben.
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Start bei einer bestimmten Balance, fixer Drawdown, der Floor bleibt dauerhaft um diesen Betrag unter der Startbalance
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Wächst die Balance, bleibt der Floor unverändert und der Room Left vergrößert sich entsprechend.
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Fällt die Balance zurück, bleibt ein Puffer bis zum Floor.
Dieses Modell wirkt für viele Trader beruhigend, weil ein einmal erreichter Gewinn den Puffer dauerhaft vergrößert, ohne dass spätere Verluste den Floor nach oben ziehen. Gerade in Challenge-Formaten mit kürzeren Zeitfenstern schätzen Trader diese Berechenbarkeit, weil sie unabhängig vom Tagesverlauf planbar bleibt.
End-of-Day Trailing Drawdown: Funktionsweise und Beispiel
Bei der End-of-Day-Regel bewegt sich der Floor ausschließlich auf Basis des Schlusskurses, intraday-Hochs vor dem Handelsschluss bleiben außen vor. Das verschafft dir während des Tages mehr Freiraum, solange du am Ende nicht schlechter abschließt als zuvor.
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Tag 1: Start bei der ursprünglichen Balance, Schlussstand höher als der Startwert, neuer Floor auf Basis des Schlusskurses berechnet
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Tag 2: Intraday-Hoch, Schlussstand aber niedriger, der Floor richtet sich nach dem Schlussstand.
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Tag 3: ein niedrigerer Schlussstand, das Konto bleibt im zulässigen Bereich, weil der Floor erst am nächsten Handelsschluss neu bewertet wird
Diese Mechanik verändert, wie Trader ihren Handelstag gestalten. Ein starker Zwischengewinn muss nicht panisch gesichert werden, nur weil er bis Handelsschluss wieder schrumpft, solange der Schlussstand über dem bisherigen Floor bleibt. Mehr zur praktischen Umsetzung bei Futures-Konten findet sich in unserem Beitrag über Funded Trading bei Futures-Prop-Firmen.
Intraday Trailing Drawdown: Laufende Floor-Bewegung und Berechnung
Beim intraday Trailing Drawdown folgt der Floor dem höchsten je erreichten Kontostand in Echtzeit, und je nach Regelwerk zählt dabei auch die offene, nicht realisierte Position mit. Das macht die Berechnung komplexer als beim EOD-Modell.
Für die Berechnung brauchst du vier Werte: die aktuelle Balance, die Equity inklusive offener Positionen, den bisherigen Floor und, falls relevant, den unrealisierten Gewinn oder Verlust.
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Balance plus offener Gewinn ergibt die Equity, die bei manchen Anbietern den neuen Höchststand definiert
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Steigt die Equity über den bisherigen Höchststand, zieht der Floor entsprechend nach
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Fällt die Equity danach wieder, bleibt der neue, höhere Floor bestehen
Ein Beispiel: Trade A bringt einen offenen Gewinn, die Equity steigt auf 50.800 US-Dollar, der Floor zieht entsprechend nach. Öffnet du danach Trade B und dieser verliert einen Teil des Gewinns, sinkt die Equity auf 50.300 US-Dollar, doch der Floor bleibt auf dem zuvor erreichten, höheren Niveau stehen. Der Room Left schrumpft dadurch spürbar schneller als bei einem statischen oder EOD-Modell.
Profi-Tipp: Notiere dir während der Challenge jeden neuen Equity-Höchststand mit Uhrzeit, so lässt sich im Streitfall exakt nachvollziehen, wo der Floor tatsächlich stand.

Wann stoppt die Floor-Bewegung: Lock-Regeln im Überblick
Nicht jeder Floor bewegt sich endlos weiter, viele Anbieter sperren die Bewegung unter bestimmten Bedingungen. Diese Lock-Mechanismen solltest du kennen, bevor du größere Positionen eingehst.
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Eine beantragte Auszahlung kann den Floor für den entsprechenden Betrag fixieren oder zurücksetzen
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Ein Regelverstoß führt häufig zu einer manuellen Sperre, bis der Fall geprüft wurde
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Manche Programme begrenzen die Floor-Bewegung auf bestimmte Handelszeiten oder Handelstage
Ein Lock bedeutet praktisch, dass dein Room Left ab diesem Zeitpunkt nicht mehr wächst, selbst wenn die Balance weiter steigt. Vor jedem Auszahlungsauftrag lohnt sich deshalb ein Blick auf die aktuellen Regeltexte, damit keine Überraschung entsteht.
Wie Payouts und Kontobewegungen mit dem Drawdown zusammenhängen
Ob eine Auszahlung den Floor anhebt, einfriert oder zurücksetzt, hängt vom jeweiligen Anbieter ab, eine allgemeingültige Regel gibt es hier nicht. Realisierte Gewinne, die in die Balance einfließen, werden in den meisten Regelwerken anders behandelt als unrealisierte Gewinne, die nur in der Equity sichtbar sind.
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Realisierte Gewinne erhöhen die Balance dauerhaft und wirken sich damit oft direkt auf den Floor aus
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Unrealisierte Gewinne zählen nur dann, wenn das Regelwerk Equity statt Balance als Grundlage nennt
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Eine Auszahlung reduziert die Balance entsprechend und kann, je nach Anbieter, den Floor neu berechnen
Lies deshalb vor jeder Auszahlung die konkreten Bedingungen in den Hilfeseiten deines Anbieters, denn genau hier unterscheiden sich die Programme am stärksten voneinander.
Beispielrechnungen: Schritt-für-Schritt-Berechnung für den Intraday-Drawdown
Mit vier Angaben lässt sich der aktuelle Intraday-Drawdown für fast jedes Konto nachrechnen.
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Notiere die Startbalance und den bisherigen Floor, zum Beispiel mit einer Startbalance und einem entsprechend niedrigeren Floor
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Trage den aktuellen Equity-Wert ein, etwa ein höherer Equity-Wert nach einem starken Intraday-Hoch
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Prüfe, ob dieser Wert den bisherigen Höchststand übertrifft, falls ja, verschiebt sich der Floor entsprechend nach oben
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Berechne den neuen Room Left als Differenz zwischen aktueller Equity und neuem Floor
Zwei Fälle zeigen den Unterschied: Erreicht die Equity intraday einen neuen Höchststand und fällt danach zurück, bleibt der neue, höhere Floor bestehen, der Room Left schrumpft also spürbar. Schließt das Konto dagegen auf einem niedrigeren Stand, ohne dass zuvor ein höherer Intraday-Stand erreicht wurde, bleibt der ursprüngliche Floor unverändert. Für die Berechnung brauchst du also immer Balance, Equity, bisherigen Floor und, falls vorgesehen, den unrealisierten Gewinn. Eine Vorbereitungscheckliste für die gesamte Evaluation findest du in unserer Checkliste für Prop-Firm-Challenges.
Autorenperspektive: Was Challenge-Teilnehmer wirklich beachten sollten
Die meisten Challenge-Verstöße entstehen nicht durch schlechte Trades, sondern durch Missverständnisse der eigenen Drawdown-Regel. Wer intraday-Höchststände nicht dokumentiert, verliert schnell den Überblick, wo der Floor tatsächlich steht. Meine klare Empfehlung: Schließe Positionen im Zweifel vor Handelsschluss, statt auf eine günstige Schlusskursbewegung zu hoffen. Ein transparentes End-of-Day-Modell nimmt vielen Tradern genau diesen Stress, weil der Schlussstand zählt und nicht jede Schwankung dazwischen.
Unser End-of-Day-Drawdown-Ansatz bei Profirms
Wir bei Profirms setzen bewusst auf ein End-of-Day-Drawdown-System: Dein Floor richtet sich nach dem Schlussstand, nicht nach jeder Zwischenbewegung, und du behältst von Anfang an einen Teil deiner erzielten Gewinne.

Unsere Evaluationsprogramme wie die 25K Eval, 50K Eval und 100K Eval lassen sich sofort nach dem Kauf im Übungsmodus starten, ganz ohne Aktivierungsgebühren oder Konsistenzvorgaben. Wie sich der eigene Floor Tag für Tag entwickelt, lässt sich direkt im EOD Drawdown Tracker nachvollziehen, während alle Detailregeln im Help Center nachzulesen sind. Wer lieber mit CFDs startet, findet die passenden Bedingungen auf unserer Seite zu CFD-Konten.
FAQ
Was heißt Drawdown im Trading?
Drawdown beschreibt den Abstand zwischen dem höchsten erreichten Kontostand und dem aktuellen Stand, ausgedrückt als Betrag oder Prozentsatz. Bei Prop-Firm-Challenges markiert er gleichzeitig die Schwelle, deren Unterschreitung die Evaluation oder das Live-Konto beendet.
Was ist die 3-5-7-Regel im Trading?
Diese Regel beschreibt ein Risikomanagement-Prinzip mit gestaffelten Grenzen für das Risiko pro Trade, pro Handelstag und über offene Positionen. Genaue Definitionen variieren je nach Quelle, das Grundprinzip bleibt aber die stufenweise Begrenzung des Risikos.
Was sind Intraday-Trades?
Intraday-Trades sind Positionen, die innerhalb desselben Handelstages eröffnet und wieder geschlossen werden, ohne eine Position über Nacht zu halten. Dieser Ansatz spielt auch bei Drawdown-Regeln eine Rolle, weil manche Modelle die Kontobewegungen genau während dieser Handelsstunden verfolgen.
Wie heißt „intraday“ auf Deutsch?
Der Begriff wird im Deutschen meist direkt übernommen, eine gängige Übersetzung lautet „untertägig“ oder „innerhalb des Handelstages“. In der Trading-Praxis hat sich der englische Begriff „intraday“ jedoch weitgehend durchgesetzt und wird auch in deutschsprachigen Regeltexten verwendet.
