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EOD Drawdown erklärt: So funktioniert die End-of-Day-Regel

22. Oktober 2026
EOD Drawdown erklärt: So funktioniert die End-of-Day-Regel

Ein EOD Drawdown (End-of-Day-Drawdown) ist eine Verlustgrenze, die nur einmal am Tag neu berechnet wird, und zwar auf Basis deines Schlusssaldos. Was dein Konto zwischendurch an Buchgewinnen zeigt, spielt dafür keine Rolle. Ein Trade, der intraday 800 USD im Plus steht und am Ende flat geschlossen wird, verschiebt die Grenze nicht. Genau das unterscheidet ihn vom klassischen Trailing Drawdown, der jedem neuen Hoch in Echtzeit hinterherläuft. In diesem Guide zeigen wir dir, wie die Regel rechnet, wo sie dir hilft, wo die Fallen liegen und wie du sie im Alltag sauber steuerst.

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Kurz gesagt

  • EOD Drawdown berechnet die Verlustgrenze einmal pro Handelstag neu, auf Basis des geschlossenen Saldos, nicht des Intraday-Hochs.
  • Unrealisierte Gewinne ziehen die Grenze nicht mit. Du kannst einen Trade laufen lassen, ohne dass dein Puffer während des Tages schrumpft.
  • Trailing Drawdown intraday folgt jedem neuen Equity-Hoch sofort. Gibst du Buchgewinne zurück, ist dein Puffer trotzdem kleiner.
  • Die Grenze gilt auch während des Tages: Sie bewegt sich nur nicht nach oben. Wer den Floor intraday berührt, riskiert je nach Regelwerk trotzdem das Konto.
  • Bei Profirms steigt der Max-Loss-Floor nie intraday, es gibt keine Konsistenzregel und keine Mindesthandelstage.

Inhaltsverzeichnis

Was bedeutet EOD Drawdown genau?

Ein Drawdown ist im Prop-Trading die Mindesthöhe, die dein Konto halten muss. Fällt der Saldo auf oder unter diese Linie, ist das Konto verletzt. Die Frage ist nur: Wann und wie bewegt sich diese Linie?

Beim End-of-Day-Modell lautet die Antwort: einmal am Tag, nach Handelsschluss. Laut dem Glossar von fillprint ist ein EOD Drawdown ein Trailing-Verlustlimit, das täglich auf dem geschlossenen Saldo aktualisiert wird und nicht auf dem Intraday-Hoch. Das Prinzip in drei Sätzen:

  1. Schließt du den Tag höher als jeden bisherigen Schlusssaldo, steigt der Floor um diesen Betrag mit.
  2. Schließt du den Tag mit Verlust, bleibt der Floor, wo er ist. Er sinkt nie.
  3. Während des Tages bleibt der Floor fest, egal wie weit dein Trade zwischenzeitlich im Plus steht.

Das Wort "Trailing" steckt also auch im EOD-Modell. Der Floor folgt dir weiterhin nach oben. Er tut es nur im Tagestakt statt im Sekundentakt.

Wann ist eigentlich "End of Day"?

Im Futures-Handel ist das Tagesende kein beliebiger Zeitpunkt. Futures werden täglich zum Marktwert bewertet: Am Ende jeder Sitzung gibt es einen einheitlichen täglichen Settlement-Preis, der für alle Marktteilnehmer gleich ist. Prop-Modelle orientieren sich an diesem Sitzungsende. Für Trader in Deutschland liegt es meist am späten Abend, weil die maßgebliche Sitzung nach US-Zeit endet. Die genaue Uhrzeit steht im Regelwerk deines Kontos. Lies sie nach, bevor du deinen ersten Trade platzierst, denn ein Trade kurz vor oder nach dem Stichzeitpunkt landet in unterschiedlichen Handelstagen.

Rechenbeispiel: Fünf Handelstage mit EOD Drawdown

Zahlen machen die Regel greifbar. Für das Beispiel nehmen wir ein Konto mit 50.000 USD Startsaldo und einem angenommenen Drawdown von 2.000 USD an. Die Werte sind rein illustrativ, die konkreten Limits deines Kontos findest du im jeweiligen Regelwerk.

TagIntraday-HochSchlusssaldoFloor danachWas passiert
Start–50.000 USD48.000 USDStartpuffer 2.000 USD
150.900 USD50.600 USD48.600 USDNeuer Höchstschluss, Floor steigt um 600 USD
251.400 USD50.300 USD48.600 USDVerlusttag, Floor bleibt
351.800 USD50.600 USD48.600 USDKein neuer Höchstschluss, Floor bleibt
451.200 USD51.100 USD49.100 USDNeuer Höchstschluss, Floor steigt um 500 USD
551.300 USD50.700 USD49.100 USDVerlusttag, Floor bleibt

Achte auf Tag 3: Dein Konto stand intraday bei 51.800 USD, also 1.200 USD über dem bisherigen Höchstschluss. Beim EOD-Modell ist das egal. Gezählt hat nur der Schlusssaldo von 50.600 USD, und der war kein neues Hoch. Der Floor bleibt bei 48.600 USD. Dein Puffer am Ende von Tag 3: 2.000 USD.

EOD vs. Trailing Drawdown: der direkte Vergleich

Beim intraday nachlaufenden Drawdown wird die Grenze in Echtzeit nachgezogen. Jedes neue Equity-Hoch, auch ein unrealisiertes, hebt den Floor an. Gibst du den Buchgewinn danach wieder ab, bleibt der höhere Floor stehen.

Spielen wir Tag 3 aus dem Beispiel mit dieser Regel durch:

  • Der Floor startet bei 48.600 USD.
  • Dein Trade läuft auf 51.800 USD Equity. Der Floor zieht sofort auf 49.800 USD nach.
  • Der Markt dreht, du schließt bei 50.600 USD.
  • Dein Puffer beträgt jetzt nur noch 800 USD statt 2.000 USD.

Derselbe Handelstag, dasselbe Ergebnis, aber mehr als die Hälfte deines Puffers ist weg. Das ist der Kern der Debatte rund um EOD vs. Trailing.

KriteriumEOD DrawdownTrailing Drawdown intradayStatischer Drawdown
Wann bewegt sich der Floor?Einmal täglich nach HandelsschlussIn Echtzeit bei jedem neuen Equity-HochNie, fester Wert ab Start
Zählen unrealisierte Gewinne?NeinJaNein
Puffer nach einem zurückgegebenen BuchgewinnUnverändertKleinerUnverändert
Planbarkeit während des TagesHoch: Floor steht festNiedrig: Floor wandert mitSehr hoch
Typische StolperfalleFloor gilt trotzdem intraday als GrenzeGute Trades verkleinern den PufferOft strengere Ziele oder höhere Preise
Passt gut zuRunner, Scalper mit Teilgewinnen, DaytraderTrader, die Gewinne sehr früh sichernTrader mit langsamer, gleichmäßiger Kurve

Wenn du tiefer in die Unterschiede einsteigen willst, findest du in unserem Beitrag Trailing vs. statischer Drawdown mit Beispielen alle drei Modelle im Detail. Wie der Echtzeit-Mechanismus genau rechnet, zeigt unser Artikel Intraday Drawdown erklärt.

Für wen sich ein EOD Drawdown lohnt

Die Tagesend-Regel ist kein Freifahrtschein. Sie passt aber zu bestimmten Handelsstilen deutlich besser als ein Echtzeit-Trailing.

Trader, die Gewinner laufen lassen

Wer Trades mit weitem Ziel hält, sieht oft starke Ausschläge im Buchgewinn. Beim Echtzeit-Trailing kostet jeder dieser Ausschläge Puffer, wenn der Markt zurückläuft. Beim EOD-Modell zählt nur, was du am Ende behältst. Du kannst dein Management nach Chartstruktur ausrichten statt nach der Frage, wo dein Floor gerade steht.

Vergleich von EOD-Modell und Echtzeit-Trailing

Daytrader mit mehreren Setups pro Tag

Daytrader kaufen und verkaufen schnell innerhalb des Tages und halten Positionen oft nur Sekunden oder Minuten. Wer mehrere Trades pro Sitzung macht, hat zwangsläufig Hochs und Rücksetzer in der Equity-Kurve. Mit EOD Drawdown beginnst du jeden Tag mit einem klar bekannten Floor und kannst dein Tagesrisiko exakt rechnen.

Trader mit Teilgewinnmitnahmen

Skalierst du aus einer Position aus und lässt einen Rest laufen, schwankt dein unrealisierter Gewinn stark. Das EOD-Modell bestraft diese Schwankung nicht. Du bewertest den Trade nach dem Ergebnis am Schluss.

Wann ein anderes Modell besser passt

Hältst du Positionen über Nacht, gelten oft eigene Regeln zu Haltezeiten und Margin. Lies dazu unseren Beitrag zur Swing Trading Prop Firm und Übernacht-Konten. Und wenn du ohnehin jeden Gewinn sofort sicherst und selten Rücksetzer zulässt, ist der Unterschied zwischen den Modellen für dich kleiner.

Die typischen Fallen beim EOD Drawdown

Die Regel ist einfach. Missverständnisse kosten trotzdem regelmäßig Konten. Diese vier Punkte solltest du kennen.

1. Der Floor gilt auch intraday. EOD heißt: Der Floor bewegt sich nur am Tagesende nach oben. Es heißt nicht, dass Verluste während des Tages ignoriert werden. Fällt deine Equity während der Sitzung auf den Floor, ist das bei den meisten Modellen ein Regelverstoß. Prüfe im Regelwerk deines Kontos, ob die Grenze in Echtzeit überwacht wird.

2. Ein guter Schluss hebt den Floor dauerhaft. Schließt du einen Tag mit 1.500 USD Gewinn auf neuem Höchststand, steigt der Floor um 1.500 USD. Ein schwacher nächster Tag startet also mit einem höher liegenden Floor. Plane dein Tagesrisiko immer ab dem aktuellen Floor, nie ab dem Startsaldo.

3. Offene Positionen zum Stichzeitpunkt. Hältst du eine Position über das Tagesende, hängt es vom Regelwerk ab, wie sie in den Schlusssaldo eingeht. Wer das nicht weiß, rechnet mit falschen Zahlen.

4. Zusätzliche Tageslimits. Manche Konten kombinieren den EOD Drawdown mit einem täglichen Verlustlimit. Dann gibt es zwei Linien, und die engere gilt zuerst.

Die typischen Fallen beim EOD Drawdown — overview diagram

Damit du deine Zahlen nicht im Kopf führen musst, gibt es unseren kostenlosen EOD Drawdown Tracker für Prop-Konten. Du trägst deine Schlusssalden ein und siehst sofort, wo dein Floor steht und wie viel Puffer du noch hast.

So handelst du mit EOD Drawdown: fünf Schritte

  1. Floor vor Sitzungsbeginn notieren. Nimm den Floor aus dem letzten Tagesabschluss. Das ist deine harte Linie für heute.
  2. Tagesrisiko festlegen. Bestimme, welchen Teil des Puffers du heute maximal riskierst. Wer an einem Tag den ganzen Puffer einsetzen kann, hat keinen Spielraum für den nächsten.
  3. Positionsgröße passend wählen. Rechne dein Stop-Risiko in Ticks und Kontrakten. Bei kleinen Puffern helfen Micro-Kontrakte, das Risiko fein zu dosieren. Mehr dazu in unserem Vergleich Micro vs. Mini Futures mit Tickwerten.
  4. Den Schluss bewusst steuern. Vor dem Stichzeitpunkt entscheidest du, ob du offene Trades schließt. Ein neuer Höchstschluss hebt den Floor. Das ist gut für deine Bilanz, verkleinert aber nicht deinen Puffer.
  5. Nach Sitzungsende nachrechnen. Schlusssaldo eintragen, neuen Floor prüfen, Puffer für morgen notieren. Fünf Minuten, die dir Überraschungen ersparen.

Für die komplette Vorbereitung auf eine Challenge hilft dir unsere Evaluation Checklist für Prop-Firmen.

Unsere Sicht: Warum wir auf End-of-Day setzen

Wir haben uns bei Profirms bewusst für ein End-of-Day-Modell entschieden. Der Grund ist einfach: Eine Drawdown-Regel soll dein Risiko begrenzen, nicht deine guten Trades bestrafen. Wenn ein Trade 1.000 USD im Plus steht und du ihn sauber nach deinem Plan managst, sollte dich der Rücklauf nicht Puffer kosten, den du nie realisiert hast.

Deshalb steigt der Max-Loss-Floor bei uns nie intraday. Er orientiert sich an deinem Schlusssaldo. Kein Trailing Drawdown, der deinen unrealisierten Gewinnen hinterherläuft.

Genauso klar halten wir den Rest der Regeln. Es gibt keine Konsistenzregel und keine Mindesthandelstage. Du musst also keine Gewinne künstlich über Tage verteilen und keine Tage absitzen, nur um eine Zahl zu erfüllen. Die Bedingungen bleiben von der Evaluation bis zum finanzierten Konto gleich, ohne Plattformwechsel nach der Finanzierung. Auszahlungen laufen nach klar definierten Schwellen, und du bekommst ab der ersten Auszahlung 90% jeder Auszahlung. Unsere Payout-Belege dokumentieren wir öffentlich.

Ein Punkt ist uns wichtig: Evaluations- und finanzierte Konten bei Profirms sind simulierte Konten. Trading bleibt riskant, und keine Regel der Welt garantiert dir Gewinne. Was ein faires Regelwerk leisten kann, ist Klarheit: Du weißt jeden Morgen genau, wo deine Linie liegt.

— Das Profirms-Team

Profirms-Konten mit EOD Drawdown

Du willst die Tagesend-Regel selbst handeln? Bei Profirms zahlst du eine einmalige Gebühr für deine Evaluation. Keine Aktivierungsgebühr, keine monatlichen Kosten. Üben kannst du direkt nach dem Kauf.

Futures-KontoEinmalige Gebühr
25K Eval40 USD
50K Eval60 USD
100K Eval100 USD
25K Daily60 USD

Neben Futures gibt es auch Programme für CFDs und Kryptowährungen als 2-Step, 1-Step oder Instant, mit täglichen oder fünftägigen Auszahlungsoptionen. Alle Größen und Preise findest du in der Preisübersicht von Profirms, die genauen Futures-Regeln unter Futures-Regeln und Limits und alles zu Auszahlungen unter Payouts bei Profirms.

Häufige Fragen zum EOD Drawdown

Ist ein EOD Drawdown besser als ein Trailing Drawdown?

Für die meisten Daytrader ist er leichter zu handhaben, weil unrealisierte Gewinne den Floor nicht anheben. Du verlierst keinen Puffer, wenn ein Trade zwischenzeitlich weit im Plus steht und dann zurückläuft. Ob er für dich besser ist, hängt von deinem Stil ab: Wer Gewinner laufen lässt, profitiert am stärksten.

Kann ich mit EOD Drawdown intraday unter den Floor fallen?

Der Floor steigt intraday nicht, er bleibt aber auch während des Tages deine Grenze. Berührt deine Equity den Floor während der Sitzung, gilt das bei den meisten Modellen als Verstoß. Prüfe deshalb im Regelwerk, wie die Grenze überwacht wird, und plane mit Abstand zum Floor.

Sinkt der Floor nach einem Verlusttag wieder?

Nein. Ein EOD Drawdown bewegt sich nur nach oben, und zwar nur, wenn du einen neuen Höchstschluss erzielst. Ein Verlusttag lässt den Floor unverändert, dein Puffer wird entsprechend kleiner.

Wie behalte ich meinen EOD Drawdown im Blick?

Notiere nach jedem Handelstag deinen Schlusssaldo und den daraus folgenden Floor. Einfacher geht es mit einem Tracker, der den Floor automatisch aus deinen Schlusssalden berechnet. So startest du jeden Tag mit einer klaren Zahl.

Quellen

Empfehlungen

Risk disclosure: Trading involves substantial risk of loss and is not suitable for every investor. Profirms runs simulated evaluation and funded trading programs, is not a broker-dealer or futures commission merchant and does not provide investment advice. Hypothetical or simulated performance results have inherent limitations, and no representation is made that any account will achieve profits or losses similar to those shown. Past performance is not indicative of future results.